40% der Arbeitnehmer wählen oder verwenden den Gehörschutz falsch. Das kann weitreichende Folgen haben: Lärm gehört zu den TOP Berufskrankheiten und wurde bei 6.637 Arbeitnehmern im Jahr 2022 als Berufskrankheit anerkannt (Quelle: DGUV Statistiken, Berufskrankheiten 2022). Hörverlust ist irreversibel und ein wesentliches Gesundheitsrisiko, das fast jeden betrifft.
Bei einer länger andauernden Lautstärke ab etwa 85 dB(A) ist das Gehör direkt gefährdet. Es drohen Hörverluste wie Schwerhörigkeit. Treten kurze Schallereignisse auf, bspw. ein lauter Knall, so kann bei einer Lautstärke ab ca. 110 dB(A) das Gehör direkt geschädigt werden (Knalltrauma).
Gesundheitliche Risiken in Verbindung mit Lärm sind Schwindel, Ohrgeräusche, Lärmschwerhörigkeit und Hörverlust.
Je größer die Lautstärke eines Geräuschs ist, umso mehr wird es als Lärm empfunden. Geräusche entstehen durch Schwingungen und bereiten sich in der Luft als Schallwellen aus. Die Stärke des Schalls, sprich die Lautstärke, kann man messen. Die Messgröße heißt Schalldruck, der angezeigte Messwert ist der Schalldruckpegel und wird in Dezibel (dB) angegeben.
Entscheidend für den Grad der Hörschädigung ist es, ob man dauerhaft einer bestimmten Lautstärke oder nur gelegentlich einzelnen lauten Geräuschen ausgesetzt ist. Nichts desto trotz ist in beiden Fällen ein Gehörschutz unverzichtbar.
Gehörschützer helfen, die Exposition gegenüber schädlichem Lärm zu reduzieren und fallen in die höchste Risikokategorie III der PSA Verordnung 2016/425 EU. Unterschieden wird zwischen zwei Arten von Gehörschutz - passiv und elektronisch. Zu passivem Gehörschutz gehören Produkttypen wie Gehörschutzstöpsel oder Kapselgehörschützer. Bei Elektronischem Gehörschutz steht neben der Schutz- auch die Kommunikationsfunktion im Vordergrund. Dabei wird zwischen Gehörschutz im Ohr und über den Ohren, bspw. mit Umgebungshörfunktion oder Bluetooth Verbindung, unterschieden.
Bei der Auswahl Deines Gehörschutzes gibt es einige Details zu beachten. Das Wichtigste zusammengefasst:
Ziehe die physikalischen Gegebenheiten in Betracht:
Es ist wichtig, Produkte zu verwenden, die gemäß der PSA-Verordnung 2016/425 EU zertifiziert sind, um sicherzustellen, dass das Produkt den Träger schützt. Dies wird in der Regel durch Prüfung der Produkte gemäß dem relevanten Teil der harmonisierten europäischen Norm EN 352 erreicht. EN 352 ist eine Normenfamilie, die Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für verschiedene Arten von Gehörschützern, einschließlich passiver und elektronischer Gehörschutzgeräte, umfasst.
Da gesetzliche Normen sehr komplex sein können, hat unser Partner 3M drei Bulletins aufbereitet, die wertvolle Informationen Rund um die Norm EN 352 auf einfache Weise vermitteln.
Bulletin 1: Neue Vorschriften – EN 352:2020
Bulletin 2: Neue Vorschriften – EN 352:2020, weitere Erläuterungen
Bulletin 3: Neue Vorschriften – Regulatorische Aktualisierungen – Weitere Erläuterungen zur Normenfamilie EN 352:2020
Für 3M und PIEL steht fest: Keine Kompromisse bei persönlicher Schutzausrüstung. Mit 3M hat PIEL einen Partner an der Seite für den individuelle Lösungen im Bereich Gehörschutz essentiell sind. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Mitarbeiter bei der Arbeit gesund bleiben. Sowohl bei passivem als auch bei elektronischem Gehörschutz kann 3M absolute Allrounder im kommunikationsfähigem Gehörschutz bieten.